Wege erwachsenen Glaubens WeG-Netz im Bistum Münster
Wege erwachsenen Glaubens                                    WeG-Netz im Bistum Münster

Das Konzept „Wege erwachsenen Glaubens“ im Überblick

1. Die Situation

 

Die meisten Christen werden als Säuglinge getauft. Elternhaus, Kindergarten, Schule, kirchliche Jugendarbeit und die Vorbereitung auf die Sakramente führen im Zusammenspiel zu weiteren Grunderfahrungen des Glaubens. Doch wir spüren und sehen, wie das, was über die Jahrhunderte ganz selbstverständlich vollzogen wurde, heute eben nicht mehr selbstverständlich ist. Damit fehlen wichtige Voraussetzungen, Menschen in eine tragfähige Glaubensbeziehung zu Gott in Jesus Christus zu führen.

Die Auflösung volkskirchlicher Milieus und große Veränderungen in Gesellschaft, Kirche und Umwelt begünstigen zunehmend Brüche auf den einzelnen Stufen der Glaubensentwicklung, so dass in vielen Lebensgeschichten der Glaubensfaden gerissen ist, bzw. gar nicht erst geknüpft wird. Etliche Menschen werden erwachsen ohne die Stufen der religiösen Prägung in Kindheit und Jugend, bzw. im Stillstand auf einer kindlichen Stufe des Glaubens.

Das Ziel von WeG ist es deshalb, Erwachsenen persönliche Glaubenserfahrungen zu ermöglichen, sie mit dem Wesentlichen des Christseins – mit Jesus Christus, dem Auferstandenen – in Kontakt zu bringen, und ihnen in christlichen Kleingruppen in der Pfarrei vor Ort eine Heimat im Glauben anzubieten.

 

2. Kennzeichen des WeG-Konzeptes

 

WeG® steht für „Wege erwachsenen Glaubens“. Das Spezifische dieses Pastoralkonzeptes lässt sich an vier Punkten zeigen:

 

1. Die bisherige Praxis der Einführung in den christlichen Glauben vornehmlich in der Kinder- und Jugendstufe wird um die wichtige Erwachsenenstufe ergänzt. Spezifisch für dieses Pastoralkonzept ist die Zuordnung zur Zielgruppe der Erwachsenen.

 

2. Erwachsene Menschen sind zu unterschiedlichen Zeiten offen für persönliche Glaubenswege. Spezifisch für dieses Pastoralkonzept sind deshalb regelmäßige Angebote in den Pfarreien, ähnlich wie bei der Erstkommunion.

 

3. Spezifisch für dieses Pastoralkonzept ist, dass zu den wiederkehrenden Angeboten ein Team einlädt, das in der Pfarrgemeinde vor Ort aufgebaut wird. Dieses Team begleitet die sich entwickelnden Wachstumsprozesse in Zusammenarbeit mit den Pfarrei-Verantwortlichen. Der Aufbau des Teams ist ein zentraler „Schlüssel“ des gesamten WeG-Konzeptes.

 

4. Spezifisch für dieses Pastoralkonzept ist weiterhin, dass in den Pfarrgemeinden insgesamt ein evangelisierender Prozess ausgelöst wird, an dem sich alle Gruppierungen der Pfarrei beteiligen und so mitwachsen können.

 

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