Wege erwachsenen Glaubens WeG-Netz im Bistum Münster
Wege erwachsenen Glaubens                                    WeG-Netz im Bistum Münster
Treffen von WeG-Teams in 2016

 

Wie in den Vorjahren möchten wir auch in 2016 wieder zu einem Treffen von Katechetinnen und Katecheten im Rahmen von "Wege erwachsenen Glaubens (WeG)" im Bistum Münster einladen.

Samstag, der 30. Januar 2016 von 14-18 Uhr

im Gemeindehaus St. Johannes, Beethovenstr. 1, 46282 Dorsten

 

Der Nachmittag wird zum einen dem Wiedersehen und dem Erfahrungsaustausch dienen. Zum anderen wird Herr Dr. Andreas Gessmann, Priester im Bistum Essen, zu seinen Erfahrungen und Erkenntnissen rund um Initiativen wie z.B. WeG und den Chancen und Problemen in Pfarreien referieren. In seiner Dissertation „Die Beziehungen zwischen kommunikativen Glaubensmilieus und Pfarrei“ hatte er verschiedene Akteure in den Pfarreien interviewt und die Ergebnisse ausgewertet.

 

Zu diesem sicherlich interessanten Nachmittag möchten wir Euch herzlich einladen (siehe auch Dokument oben) .

Für das WeG-Team in Dorsten

 

Diakon Michael Jakob

www.WeG-Netz-Muenster.de

 

Erfahrungsaustausch von WeG-Teams

 

Am Samstag, den 24. Januar 2015 trafen sich Mitglieder von WeG-Teams aus verschiedenen Pfarreien des Bistums Münster in Dorsten. Nach einem Erfahrungsaustausch in 2013 und einem Studientag in 2014 kam man zum dritten Mal in Dorsten zusammen. Diesmal stand für einen Nachmittag der Erfahrungsaustausch im Vordergrund.

Dazu stellten die verschiedenen WeG-Teams ihre Aktivitäten und Erfahrungen vor.

Es wurde von Erfahrungen und Situationen aus folgenden Städten berichtet:

Straelen, Goch, Rees, Coesfeld-Lette, Dorsten, Dorsten-Wulfen, Raesfeld, Lüdinghausen, Haltern, Oer-Erkenschwick und Waltrop.

 

Die WeG-Aktivitäten lassen sich in vier Säulen gliedern:

 

  • WeG - Glaubensseminare

Es wurden über die Jahre verschiedentliche Glaubenskurse auch mehrmals angeboten. Dabei wurden meist die WeG-Materialien vom Internationalen Projektteam WeG (www.wege-erwachsenen-glaubens.org/) oder von Vallendar (www.weg-vallendar.de/) genutzt. Es entstanden aber auch abgewandelte Kurse in Anlehnung an dem bekannten Kursmaterialien. Im Jahr 2015 werden wieder an den verschiedenen Orten Glaubensseminare angeboten (-> Angebote und Termine).

 

  • WeG - Gottesdienste

WeG-Gottesdienste werden in unterschiedlicher Form angeboten. In Haltern ist dies ein monatliches eigenständiges Angebot, in Dorsten wird dies quartalsmäßig in einem bestehenden Werktags-Gottesdienst integriert.

In Oer-Erkenschwick wurde unter dem Motto „fresh X – Kirche erfrischend anders“ eine moderne Gottesdienstform mit modernem kirchlichem Liedgut entwickelt.

 

  • WeG - Hauskreise

Gerade in Orten, wo es WeG zeitlich bereits länger gibt, sind Hauskreise vorhanden. Haltern zählt z.B. fünf, Straelen drei und Rees zwei Hauskreise. Dorsten hat dagegen bisher keinen Hauskreis. Die Hauskreise erweisen sich als eine feste und beständige Grundlage für WeG in einer Pfarrei. Ja - sie können geradezu zur Keimzelle werden, von der aus dann offene Angebote (wie in Rees) oder die Kursvorbereitung (Das alte Vorbereitungsteam bildet in Straelen selbst einen Hauskreis.) vorangetrieben werden.

 

  • WeG - offene Treffen

Wie bei den Gottesdiensten gibt es bei den offenen Treffen für Menschen, die sich nicht fest an einem Glaubenskurs oder einem Hauskreis binden möchten, die Möglichkeit im Sinne von WeG Impulse und Austausch zu erfahren. Auch hier gibt es in den verschiedenen Pfarreien unterschiedliche Formen: Von monatlichen offenen Abenden bis hinzu meditativen Wanderungen oder Einkehrtagen.

Die Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit, wie diese vier Säulen in den verschiedenen Orten gefüllt werden, ist schon beeindruckend. Auch ist die Ausprägung teilweise sehr unterschiedlich. All samt gemein ist der Ansatz, durch Impulse und Austausch im Sinne von WeG, Erwachsene in der persönlichen Glaubensbeziehung zu stärken und ihnen Möglichkeiten zur Entwicklung zu geben.

 

Dabei treten natürlich auch Fragen und Probleme auf.

Ein Thema, dass immer wieder auftaucht, ist die Anbindung des WeG-Teams an das Seelsorgeteam. Auch hier fallen die Ausprägungen in den verschiedenen Pfarreien sehr unterschiedlich aus. Es gibt Pfarreien, in denen der leitendende Pfarrer oder ein anderer Mitarbeiter aus dem Seelsorgeteam das Anliegen WeG unterstützen und es selbst mit vorantreiben. Und es gibt Pfarreien, in denen sich der Pfarrer vollkommen zurückhält und das WeG-Team sich vorkommt, als wenn es ignoriert oder gar nicht gewollt sei.

Für den letzteren Fall gab aus dem Plenum für die betroffenen WeG-Mitarbeiter die Anregung, bei einer Nachbarpfarrei oder einer Ordenseinrichtung in der Nähe anzudocken. Dies würde ja nicht ausschließen, dass man noch weiterhin versucht, sich in der Heimatpfarrei einbringen. Aber es wäre erstmal eine Erleichterung mit der WeG-Arbeit gewollt zu sein, auch wenn dazu der Ort gewechselt werden müsste.

 

Der Bedarf für die Anbindung an das Seelsorgeteam wird von den WeG-Teams auch unterschiedlich gesehen. Die Spannbreite reicht von dem Ansatz, dass man lieber ehrenamtlich bleiben möchte und die Priester eh in vielen anderen Verpflichtungen sieht, bis hin zu dem Ansatz, dass ohne Unterstützung des Pfarrers nichts läuft.

 

Bei dem Treffen wurde auch die Anregung eines festen Ortes für WeG im Bistum eingebracht. Damit wüssten alle, dass man hier WeG-Leute zum Austausch und Gemeinschaft treffen könne. Ein bisschen wie ein geistliches Zentrum für WeG. Dem wurde entgegen gehalten, dass ein Charakteristikum von WeG die pastorale Verortung in den Pfarreien darstellt. Für so ein Zentrum müsste es erstmal Personen geben, die es tragen und es müsste Personen geben, die die Wege zu dem Ort auf sich nehmen. Zudem gibt es als Vernetzung bereits die Homepage www.weg-netz-muenster.de und jährliche Treffen.

 

Unabhängig davon besteht ein Bedarf zur persönlichen Erbauung der WeG-Mitarbeiter. Solche Tankstellen, die der Ermutigung und der Anregungen des Einzelnen dienen, suchen sich die Mitarbeiter in verschiedenen anderen Angeboten des Bistums und darüber hinaus. Es wäre aber auch durchaus zu überlegen, mal einen Besinnungstag o.ä. für die Mitarbeiter in den WeG-Teams anzubieten.

 

Im Rahmen des Austausches wurde auch der Blick darauf gelenkt, dass man sich nicht verleiten sollte, den Erfolg der WeG-Arbeit in den Gemeinden durch die Teilnehmerzahlen zu qualifizieren. Es geht nicht um Teilnehmerzahlen, sondern es geht darum, Menschen in die Beziehung zu Gott zu bringen.

 

In der Versammlung der WeG-Teams stellte Pastor Peter Meyer kurz die Initiative "Miteinander wie sonst" vor. Das Miteinander christlicher Bewegungen und Gemeinschaften ist ein internationales Netzwerk, das sich über Europa hinaus erstreckt. In diesen Gemeinschaften sind evangelische, katholische, anglikanische, orthodoxe und freikirchliche Christen engagiert. In Deutschland sind inzwischen über 200 christliche Bewegungen, Gemeinschaften und Kommunitäten miteinander auf dem Weg. Mit dabei ist auch das Internationalen Projektteam WeG (IPW). Im Rahmen des Netzwerkes fand im letzten Jahr ein Nachmittag der Begegnung in Coesfeld-Lette mit 180 Teilnehmern statt. Infos unter www.miteinander-wie-sonst.org/

 

Das WeG-Treffen war eingerahmt und aufgelockert mit Gebet und Gesang. Für das leibliche Wohl hatte das WeG-Team Dorsten Kaffee, Kuchen und Getränke bereitgestellt. So gab es auch am Rande, außerhalb des Plenums die Möglichkeit zum Gespräch und Austausch untereinander.

 

Insgesamt zeigte sich, dass ein Treffen in diesem Rahmen für alle eine Bereicherung und Ermutigung ist. In diesem Sinne sollte es fortgesetzt werden.

 

                                                                                              Diakon Michael Jakob

                                                                                              St. Agatha Dorsten

 

 

 

Einladung WeG-Studientag
WeG-Studientag-2016-01-30-Einladung.pdf
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